Foto. Besucher bei der Eröffnung der Ausstellung 'Flüchtlingskinder malen' am 29. August 1953
© Landesarchiv Berlin - Willy Kiel

6. Station: Vorprüfung A

An sechster Stelle des Verfahrens konnten die Flüchtlinge endlich ihren Antrag auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis für die Bundesrepublik und West-Berlin stellen. Der Antrag verlangte Angaben zur Person, zu Mitgeflüchteten und zu in der DDR verbliebenen Familienangehörigen. Wichtig war außerdem eine Beschreibung der Fluchtmotive. Umfasste die Begründung in den 1950er Jahren noch mehrere Seiten, genügten in späteren Zeiten oft wenige Stichpunkte.

Zuständig für die Antragsannahme und dessen Prüfung auf Vollständigkeit waren Bundesbeamte. Sie entschieden auch darüber, ob bei den politischen Parteien - deren Ostbüros über Kontakte in die DDR verfügten -, den Kirchen oder anderen Einrichtungen Gutachten über die Glaubwürdigkeit des Flüchtlings eingeholt wurden.

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