Foto. Mittagessen im Notaufnahmelager Marienfelde, 13. Juli 1961.
© Landesarchiv Berlin

Mi, 31.08.2011 - 19:00 Uhr
60 Jahre nach der "Affäre Walter" - Die Verfolgung der Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit 1951

VORTRAG UND DISKUSSION

Ort: Vertretung des Freistaates Thüringen beim Bund
Mohrenstr. 64, 10117 Berlin

Kurzvortrag: Enrico Heitzer, wissenschftl. Mitarbeiter der Erinnerungsstätte

Diskussion:
Dr. Wolfgang Buschfort
, Historiker
Enrico Heitzer, Historiker
Prof. Dr. Bernd Stöver, Historiker

Moderation: Harald Asel, Journalist des RBB

Die Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit (KgU) trat dem SED-Regime offensiv entgegen, auch mit militanten Aktionen. Die Organisation zählte so für mehrere Jahre zu den härtesten Widersachern der kommunistischen Diktatur. Viele Akteure der KgU waren durch den vorangegangenen Krieg und die NS-Herrschaft geprägt, einige in problematischer Weise. Die KgU wurde durch die besondere Situation Berlins als "Frontstadt" und internationales Zentrum für Spionage beeinflusst. Im September 1951 setzte eine große Verhaftungswelle gegen die KgU ein: Nie zuvor oder hernach wurde in der DDR eine so große Zahl aktiver SED-Gegner inhaftiert, abgeurteilt und hingerichtet.

Kooperationspartner der Veranstaltung ist der Berliner Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen.