Foto. Flüchtlinge warten vor dem Notaufnahmelager Marienfelde auf Einlass, 14. August 1961.
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Sammlung

Die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde hat es sich zur Aufgabe gemacht, die materielle Überlieferung zur Geschichte des Ortes und der deutsch-deutschen Fluchtbewegung zu sammeln und zu bewahren.

Die Sammlung der Erinnerungsstätte basiert auf den Hinterlassenschaften des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (LaGeSo), die dem damaligen Trägerverein nach der Schließung des Notaufnahmelagers im Juli 1990 überlassen worden waren.

Für den Aufbau der ständigen Ausstellung 2004/2005 wurde dieser Bestand erheblich erweitert – nicht zuletzt mit Hilfe großzügiger Schenkungen von ehemaligen Flüchtlingen, Übersiedlern und Mitarbeitern des Notaufnahmelagers.

Auch nach der Eröffnung der neuen Dauerausstellung liegt ein Schwerpunkt der Sammlungstätigkeit auf lebensgeschichtlichen Zeugnissen von Zeitzeugen, die Aufschluss über Verfolgungserfahrungen in der DDR sowie über Aufnahme und Integration in der Bundesrepublik geben.

Ergänzt wird der Sammlungsbestand der Erinnerungsstätte durch ein Fotoarchiv, ein historisches Pressearchiv und ein Zeitzeugenarchiv.

Ein Blick in unsere Sammlung


Sammlungsbestand

Die Sammlung umfasst Gegenstände und Dokumente aus dem Notaufnahmelager und dem Notaufnahmeverfahren sowie Lebenszeugnisse ehemaliger Flüchtlinge und Übersiedler aus der DDR.

Die materielle Überlieferung des Ortes besteht aus unterschiedlichen Archivalien wie Verwaltungsakten und Laufzetteln, Teilen der Lagerausstattung und Stempeln aus der aktiven Zeit des Notaufnahmelagers. Sie geben Aufschluss über die Lagerorganisation, die Arbeit der einzelnen Dienststellen sowie den Alltag der Bewohner/innen.

Ein weiterer Sammlungsteil besteht überwiegend aus Erinnerungsstücken und Gebrauchsgegenständen einzelner Personen und Familien. Sie sind Bestandteil von Zeitzeugenkonvoluten, die als Schenkungen oder Leihgaben in die Erinnerungsstätte gelangten.

Fotoarchiv

Das Fotoarchiv umfasst etwa 3.000 Papierabzüge und Filmnegative. Der umfangreichste Einzelbestand besteht aus Aufnahmen der Evangelischen Flüchtlingsseelsorge und dokumentiert deren Arbeit in den West-Berliner Flüchtlingslagern im Zeitraum von 1953 bis 1962. Darüber hinaus finden sich im Bildarchiv private Fotografien von Flüchtlingen/Zeitzeugen und Berliner Pressefotografen.

Historisches Pressearchiv

Das historische Pressearchiv besteht aus Presseausschnittsammlungen, die im Zeitraum von 1953 bis 1990 von verschiedenen Dienststellen des Notaufnahmelagers angelegt wurden. Es umfasst mehr als 20.000 Artikel. Einen Schwerpunkt bilden Meldungen und Berichte aus der Berliner Tagespresse über die Fluchtbewegung aus der DDR, die Flüchtlingspolitik der Bundesrepublik sowie die deutsch-deutschen Beziehungen.

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Kontakt

Dr. Manfred Wichmann
Sammlungen und Archiv
Fon: +49 (0)30 - 30 34 34 01 (Di+Fr)
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