Foto. Flüchtlinge in ihrer Unterkunft im Notaufnahmelager Marienfelde bei der Lektüre der Zeitung, 8. Oktober 1953.
© Landesarchiv Berlin

Dienstag, 20. April 2021
Was ist Heimat?

Berlin, 20. April 2021 – Die Stiftung Berliner Mauer bereitet eine Online-Ausstellung zum Thema „Nach der Flucht. Wie wir leben wollen“ vor. Sie soll ab Herbst 2021 präsentiert werden, einzelne digitale Module und Räume werden aber sukzessive vorab eröffnet.

Als erstes digitales Tool der Ausstellung ist ab sofort der „Heimat-Builder“ unter folgendem Link verfügbar: www.nachderflucht.de/heimat. Es lädt zur Beschäftigung mit dem Thema „Heimat“ ein. Interessierte können mit Cliparts, eigenen Fotos und Motiven ihr individuelles Heimatbild online kreieren und in der digitalen Galerie oder unter dem Hashtag #heimatbuilder teilen.

Heimat ist ein zentraler Begriff in politischen Debatten und im persönlichen Selbstverständnis. Der „Heimat-Builder“ möchte dazu anregen, diesen Begriff zu hinterfragen und ganz persönlich und multiperspektivisch zu gestalten. Das Angebot richtet sich an interessierte Jugendliche ab 14 Jahren, aber auch an pädagogische und sozialpädagogische Fachkräfte.

Die Online-Ausstellung „Nach der Flucht“ gibt Einblick in persönliche Geschichten von Menschen, die 2011/12 als Geflüchtete nach Deutschland gekommen sind und zeitweise im Übergangswohnheim für Geflüchtete neben der Erinnerungsstätte gelebt haben. Die Ausstellung verfolgt ihr Ankommen in Deutschland über einen Zeitraum von 10 Jahren. Ausgehend von diesen persönlichen Geschichten lenkt die Ausstellung den Blick auf die Aufnahmegesellschaft und fragt danach, wie Politik, Medien und Gesellschaft auf Flüchtlingsschutz und Einwanderung reagieren. Die Ausstellung folgt den individuellen Geschichten der Familien, die man in Videoportraits kennenlernen und so mehr über die Themen Flucht und Migration erfahren kann. Spiele, Quiz und Workshops laden zur eigenen Reflexion und zum Dialog über Sprache, Privilegien, Grenzen und Zugehörigkeit ein.
Die Ausstellung wird auf der Grundlage der gleichnamigen Sonderausstellung konzipiert, die von 2017 bis 2019 in der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde gezeigt wurde.

Die Online-Ausstellung wird gefördert von der Kulturstiftung des Bundes im Rahmen von dive in. Programm für digitale Interaktionen und der Bundeszentrale für politische Bildung


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Kontakt: Hannah Berger | Pressesprecherin Stiftung Berliner Mauer
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