Foto. Flüchtlinge in ihrer Unterkunft im Notaufnahmelager Marienfelde bei der Lektüre der Zeitung, 8. Oktober 1953.
© Landesarchiv Berlin

Montag, 15. Juli 2019
Presseeinladung:Ortstermin: Marienfelde - Die rettende Insel

Ortstermin: Marienfelde
Die rettende Insel


Performative Führung zur Geschichte des Notaufnahmelagers und Übergangswohnheims Marienfelder Allee

Die Stiftung Berliner Mauer lädt am 20. / 21. Juli und am 27. / 28. Juli zu einer performativen Führung zur Geschichte des Notaufnahmelagers und Übergangswohnheim Marienfelder Allee ein. Die performative Führung basiert auf einer Produktion des Maxim Gorki Theater Berlin, die im Rahmen des 2. Berliner Herbstsalons 2015 entwickelt und jetzt adaptiert wurde.

Ortstermin: Marienfelde. Die rettende Insel
Performance Judica Albrecht | Claudia Splitt | Oscar Olivio
Sounds Daniel Dorsch
Regie, Konzept und Text Regine Dura | Hans-Werner Krösinger

Dauer: ca. 65 Min. Maximal 30 Teilnehmende pro Führung
Treffpunkt: Eingang Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde

Mit Ahmad Bakizadeh, Bildhauer und ehemaliger Hochschulprofessor aus dem Iran, der 2011 nach seiner Flucht aus dem Iran für 2 Jahre im Übergangswohnheim Marienfelder Allee lebte. Seine Geschichte ist Teil der Sonderausstellung „Nach der Flucht. Wie wir leben wollen“, die noch bis zum 28. Juli in der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde zu sehen ist.

Berlin. Flüchtlinge überall. Im September existieren schon 53 teils temporäre Flüchtlingslager mit rund 20.000 Plätzen, im Sommer des kommenden Jahres werden es knapp 90 Lager mit 35.500 Plätzen sein, doch die Kapazitäten reichen nicht. Eine Momentaufnahme aus dem Herbst 2015? Keineswegs: Es ist das Frühjahr 1953. Das Jahr, in dem das zentrale Notaufnahmelager Marienfelde errichtet wird, ein Erstaufnahmelager für Flüchtlinge aus der DDR. Seit den 1960er Jahren werden hier auch SpätaussiedlerInnen untergebracht und seit 2010 beherbergt das Übergangswohnheim wieder Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten. Man hört Arabisch, Russisch, Farsi, Serbisch und Tigrinya. Damals wie heute heißt es: Ankommen in einem fremden Land.

Presseeinladung als pdf [PDF, 140,00 KB]