Foto. Flüchtlinge in ihrer Unterkunft im Notaufnahmelager Marienfelde bei der Lektüre der Zeitung, 8. Oktober 1953.
© Landesarchiv Berlin

Montag, 3. Juli 2017
Rückkehr nach Forschungsvorhaben - Bettina Effner wieder Leiterin der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde

Bettina Effner hat die Leitung der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde seit dem 1. Juli 2017 wieder inne. Sie löst Dr. Maria Nooke ab, die sie in dieser Funktion vier Jahre lang vertreten hatte. Bettina Effner war seit Anfang Juli 2013 von ihrer Lei-tungsfunktion freigestellt, um sich dem Forschungsvorhaben „Im Westen angekommen? Die Integration von DDR-Zuwanderern als historischer Prozess“ zu widmen.

Ihre Arbeit ist Teil eines Forschungsprojekts, das in Kooperation mit der Justus-Liebig-Universität Gießen durchgeführt und mit Mitteln der VolkswagenStiftung gefördert wurde.

Die beteiligten Historikerinnen und Historiker haben dabei den Bestand von Zeitzeugeninter-views der Stiftung Berliner Mauer als zentrale Quelle einbezogen. Aus dem Projekt sind drei wissenschaftliche Arbeiten entstanden: Neben den Untersuchungen von Dr. Andrea Genest (Berlin) und Florentin Mück (Gießen) wird Bettina Effner eine Dissertation zum Thema „Der Westen als Alternative. DDR-Zuwanderer in der Bundesrepublik und in West-Berlin 1972–1989/90“ (Arbeitstitel) vorlegen.

Die Historikerin Bettina Effner ist seit 2003 für die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marien-felde tätig. Zusammen mit dem damaligen Leiter Dr. Helge Heidemeyer kuratierte sie die Dau-erausstellung „Flucht im geteilten Deutschland“ und publizierte den gleichnamigen Begleitband. Vor ihrer Freistellung für das Forschungsvorhaben hatte sie die Erinnerungsstätte bereits seit 2006 geleitet.

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