Foto. Flüchtlinge in ihrer Unterkunft im Notaufnahmelager Marienfelde bei der Lektüre der Zeitung, 8. Oktober 1953.
© Landesarchiv Berlin

Donnerstag, 11. Mai 2017
„Nach der Flucht. Wie wir leben wollen“ | Neue Sonderausstellung in der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde

Am zentralen Erinnerungsort der Migration porträtiert die Ausstellung geflüchtete Menschen, die 2012 aus dem Iran, Afghanistan, Syrien und Tschetschenien nach Berlin gekommen sind. In Filminterviews von 2012 und 2016 berichten sie von ihrem Neuanfang im Übergangswohnheim Marienfelde und ihrem Ankommen in Deutschland. Ankunft und Integrationsprozess werden so über einen längeren Zeitraum fassbar.

Im Fokus der Ausstellung steht die Aufnahmegesellschaft: Wie kann, muss und soll eine Gesellschaft im Einwanderungsland Deutschland gestaltet werden? Unter welchen rechtlichen, politischen und sozialen Bedingungen leben geflüchtete Menschen derzeit? Die Ausstellung thematisiert die kontroversen Debatten zwischen Aufnahme und Abwehr, Diskriminierung und Integration. Als partizipativer Begegnungsraum konzipiert, können die BesucherInnen in der Ausstellung an verschiedenen interaktiven Stationen ihre Vision einer besseren Gesellschaft entwerfen und ihre Vorstellungen von Heimat und Identität hinterfragen. Im Mittelpunkt stehen die Themen Arbeiten, Wohnen, Bildung, Heimat, Sprache, Zugehörigkeit und Identität. Texte in Spiegelschrift eröffnen eine weitere Reflexionsfläche.

Die Eröffnung findet am 13. Juni 2017 um 20 Uhr in der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde statt. Es ist ein Begleitprogramm mit einem Planspiel und Führungen geplant. Die Sonderausstellung wird bis Sommer 2018 gezeigt.

„Nach der Flucht. Wie wir leben wollen“ ist eine Ausstellung in Kooperation mit dem Internationalen Bund. Sie wird vom Förderverein Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde unterstützt und mit finanziellen Mitteln des Landes Berlin und der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert.

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Pressekontakt
Hannah Berger
Tel.: +49 (0)30 - 75 00 84 00
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