Foto. Flüchtlinge in ihrer Unterkunft im Notaufnahmelager Marienfelde bei der Lektüre der Zeitung, 8. Oktober 1953.
© Landesarchiv Berlin

Mittwoch, 5. Oktober 2016
Presseeinladung: Neue Stelen informieren in Marienfelde über die deutsch-deutsche Fluchtbewegung

Am kommenden Samstag, den 8. Oktober, werden auf Initiative des Fördervereins der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde in Kooperation mit der Stiftung Berliner Mauer drei neue Stelen am Mauerweg Stadtgrenze Marienfelde enthüllt. Die Stelen informieren über die deutsch-deutsche Fluchtbewegung, das Notaufnahmelager Marienfelde und die Erinnerungsstätte. Der Standort der neu errichteten Stelen liegt an einem Straßenübergang, der 1954 angesichts des großen Zustroms an DDR-Flüchtlingen gesperrt wurde. Die Stelen liegen an der Schnittstelle des Mauerwegs mit der Marienfelder Allee, von dort ist es die kürzeste Entfernung vom Mauerweg zum ehemaligen Notaufnahmelager und zur Erinnerungsstätte.

Rund 4 Millionen Menschen verließen zwischen 1949 und 1990 die DDR Richtung Bundesrepublik. Im Juni 1952 erfolgte die Schließung der innerdeutschen Grenze. Auch die Außengrenzen von Berlin wurden abgeriegelt. Der Straßenübergang an dem Ort, an dem heute die Stelen stehen, wurde 1954 gesperrt. Dennoch konzentrierte sich der Zustrom von Flüchtlingen auf Berlin. Und so wurde an der Marienfelder Allee 66/ 80 am 14. April 1953 das Notaufnahmelager Marienfelde eingeweiht, in dem bis zu 3000 Zuflucht Suchende beherbergt werden konnten. Bis zur deutschen Einheit 1990 durchliefen 1,35 Mio. DDR-Flüchtlinge und Übersiedler hier das Notaufnahmeverfahren, bevor sie auf die Bundesländer verteilt wurden. Heute hat im ehemaligen Verwaltungsgebäude die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde ihren Sitz.

Berliner Mauerweg: Neue Stelen informieren in Marienfelde über die deutsch-deutsche Fluchtbewegung
Termin: Samstag, 8. Oktober 2016 | 10.00 Uhr
Ort: Mauerweg/ Marienfelder Allee (Nähe Bushaltestelle 277,
Stadtrandsiedlung), 12279 Berlin


Es sprechen:
Harald Fiss
, Ehrenvorsitzender des Fördervereins – Begrüßung –
Prof. Dr. Axel Klausmeier, Direktor der Stiftung Berliner Mauer
Michael Cramer, Mitglied des Europäischen Parlaments (Bündnis 90/ Die Grünen)

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass es im Umkreis von ca. 600 m keine Parkplätze gibt. Wir empfehlen mit dem Bus 277 (Haltestelle Stadtrandsiedlung) oder mit dem Fahrrad/Motorrad zu kommen.

Presseeinladung als pdf [PDF, 180,00 KB]

Pressekontakt
Judith Bilger
Tel.: +49 (0)30 - 75 00 84 00
E-Mail an J. Bilger