Foto. Flüchtlinge in ihrer Unterkunft im Notaufnahmelager Marienfelde bei der Lektüre der Zeitung, 8. Oktober 1953.
© Landesarchiv Berlin

Montag, 27. Juni 2016
Presseeinladung „Zeitenwende – Lebenswende“: Lesung und Gespräch mit Claudia Wenzel und Rüdiger Joswig

Am kommenden Donnerstag, 30. Juni, lädt die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde zu Lesung und Gespräch mit Claudia Wenzel und Rüdiger Joswig ein. Unter dem Titel "Zeitenwende – Lebenswende" reflektieren die beiden ihre Erfahrungen aus der DDR, der Umbruchzeit 1989/90 und das Ankommen in der neuen Gesellschaft. Mit ihrer sehr persönlichen Geschichte machen sie Vergangenheit und Gegenwart erlebbar.

Das Schauspielerpaar Claudia Wenzel und Rüdiger Joswig arbeitet erfolgreich für Theater, Film und Fernsehen. Neben ihrem Beruf verbindet beide ihre Herkunft aus der DDR und das gemeinsame Leben im vereinigten Deutschland nach 1989.

Nach seiner Schauspielausbildung an der Theaterhochschule „Hans Otto“ in Leipzig wurde Rüdiger Joswig zu einem gefragten Schauspieler. Neben Theaterengagements in Halle /Saale, Leipzig und am Staatstheater Cottbus spielte er zahlreiche Rollen in Produktionen der DEFA und des Deutschen Fernsehfunks. Als er 1982 einen Ausreiseantrag stellte, wurde ihm Berufsverbot erteilt. Er musste sich als Tellerwäscher, Kellner und Bauarbeiter durchschlagen. Erst 1987 konnte er mit seiner Familie nach West-Berlin ausreisen. Claudia Wenzel, Ensemblemitglied am Leipziger Schauspielhaus, hingegen blieb in der DDR und beteiligte sich im Herbst 1989 an den Montagsdemonstrationen in Leipzig. Beide wurden nach der Friedlichen Revolution dem bundesdeutschen Publikum vor allem durch zahlreiche Serienrollen im Fernsehen bekannt. Sie sind heute miteinander verheiratet und leben in Berlin.


„Zeitenwende – Lebenswende“: Lesung und Gespräch mit Claudia Wenzel und Rüdiger Joswig

Termin: Donnerstag, 30. Juni 2016 | 19.00 Uhr
Ort: Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde
Marienfelder Allee 66/80, 12277 Berlin


Moderation:
Dr. Maria Nooke, Leiterin der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde

Presseeinladung als pdf [PDF, 180,00 KB]

Pressekontakt
Judith Bilger
Tel.: +49 (0)30 - 75 00 84 00
E-Mail an J. Bilger