Foto. Flüchtlinge in ihrer Unterkunft im Notaufnahmelager Marienfelde bei der Lektüre der Zeitung, 8. Oktober 1953.
© Landesarchiv Berlin

Donnerstag, 12. Mai 2016
Programm für Erwachsene und Kinder: Internationaler Museumstag in der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde

Am 22. Mai 2016 lädt die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde von 14.00 bis 18.00 Uhr anlässlich des Internationalen Museumstags Erwachsene und Kinder zu einem bunten Programm ein. Unter dem Motto „Museen in der Kulturlandschaft“ präsentiert die Erinnerungsstätte KünstlerInnen mit einem persönlichen Bezug zu Marienfelde in den Räumen der Dauerausstellung. Die Themen der Ausstellung Flucht damals und heute rücken ebenso wie das Woanders- und das Hiersein in den Blick.

Programm:
14.00 – 15.30 Uhr Künstlerische Interventionen

Ahmed Barakizadeh (Künstler aus dem Iran) und das Duo „Steamroller“, bestehend aus Wolfram Schröter und Dieter Tzschentke (beide Musiker, Ende der 70er/Anfang der 80er Jahre aus der DDR ausgereist), zeigen zusammen mit Gabriele Worgitzki (Künstlerin, als Kind mit ihrer Familie aus der DDR ausgereist) live aktuelle Arbeiten und laden zum Gespräch ein.

Ab 14.00 Uhr Entdeckungstour für Kinder in der Dauerausstellung
Ein Poesiealbum, ein Rucksack, ein Feuerlöscher: Welche Geschichten von gelungener oder gescheiterter Flucht stehen hinter diesen alltäglichen Gegenständen? Begleitet von pädagogischen Mitarbeiterinnen begeben sich Kinder eigenständig auf Entdeckungstour durch die Dauerausstellung.

14.30 – 15.30 Uhr Familienführung Nepomuck und Bärlihupf
Warum sind Menschen aus der DDR in die Bundesrepublik geflohen? Die beiden Stofftiere Nepomuck und Bärlihupf, die in der Ausstellung der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde zu sehen sind, haben zwei Kinder auf ihrem Weg in den Westen begleitet und machen deren Erlebnisse anschaulich. In der Ausstellung lassen sich viele weitere Objekte und Geschichten entdecken, anhand derer Kinder und Erwachsene den Lebenswegen von Flüchtlingen nachspüren können.

15.30 – 17.00 Uhr Lesung mit Merle Hilbk: „Das schönste Dorf am schönsten Fluss der Erde“
Die abenteuerliche Geschichte einer Familie, die nach Russland auswandert und 200 Jahre später nach Deutschland zurückkehrt: Merle Hilbk (Autorin und Journalistin) liest aus ihrem neuen, noch unveröffentlichten Roman und diskutiert mit dem Publikum.

Alle Angebote sind kostenfrei. Kaffee, Kaltgetränke und Kuchen stehen den Gästen zur Verfügung.

Pressemitteilung als pdf [PDF, 190,00 KB]

Pressekontakt
Judith Bilger
Tel.: +49 (0)30 - 75 00 84 00
E-Mail an J. Bilger