Foto. Flüchtlinge in ihrer Unterkunft im Notaufnahmelager Marienfelde bei der Lektüre der Zeitung, 8. Oktober 1953.
© Landesarchiv Berlin

Freitag, 11. Dezember 2015
Nächster Halt „Erinnerungsstätte Marienfelde“: Umbenennung der Bushaltestelle am ehemaligen Notaufnahmelager

Die Bushaltestelle an der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde wird umbenannt: Ab kommenden Sonntag (13.12.) heißt sie „Erinnerungsstätte Marienfelde“ und nicht mehr „Stegerwaldstraße“.

Dazu erklärt die stellvertretende Direktorin der Stiftung Berliner Mauer und Leiterin der Erinnerungsstätte, Dr. Maria Nooke:

„Wir freuen uns sehr über die Umbenennung der Haltestelle, weil sie unseren Besucherinnen und Besuchern eine klare Orientierung gibt. Zudem wird damit die Erinnerungsstätte als zentrale, touristische Sehenswürdigkeit in der Hauptstadt gewürdigt.
Viele unserer jährlich mehr als 12.000 Besucherinnen und Besucher kommen mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Mein Dank gilt deshalb der Kulturverwaltung des Landes Berlin und den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG), die die Umbenennung zum diesjährigen Fahrplanwechsel ermöglicht haben.“

Anfang nächster Woche wird anlässlich der Umbenennung der Haltestelle ein Videoclip gedreht, der die Anfahrt mit dem öffentlichen Nahverkehr zur Erinnerungsstätte visualisiert. Er wird über die Website der Erinnerungsstätte und die sozialen Medien verbreitet.

Die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde ist das zentrale Museum in Deutschland zum Thema Flucht und Ausreise aus der DDR. Rund vier Millionen Menschen verließen zwischen 1949 und 1990 die DDR in Richtung Bundesrepublik; 1,35 Millionen von ihnen passierten das 1953 gegründete Notaufnahmelager in Berlin-Marienfelde. Heute informiert am historischen Ort – in unmittelbarer Nähe zum immer noch genutzten Übergangswohnheim Marienfelde für flüchtende Menschen – eine Ausstellung über die deutsch-deutsche Fluchtbewegung. Seit 2009 gehört die Erinnerungsstätte neben der Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße zur Stiftung Berliner Mauer.

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Erinnerungsstätte mit der S-Bahn (S 2, „Marienfelde“) und dem Bus (M77, „Erinnerungsstätte Marienfelde“) gut zu erreichen.

Weitere Informationen zur Erinnerungsstätte: www.notaufnahmelager-berlin.de

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Pressekontakt
Judith Bilger
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