Foto. Flüchtlinge in ihrer Unterkunft im Notaufnahmelager Marienfelde bei der Lektüre der Zeitung, 8. Oktober 1953.
© Landesarchiv Berlin

Dienstag, 9. Juni 2015
Die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde verlängert die Sonderausstellung zur Fluchthilfe für DDR-Bürger bis Ende Oktober 2015

Auf Grund des großen Interesses wird die Sonderausstellung „Risiko Freiheit – Fluchthilfe für DDR-Bürger 1961 – 1989“ in der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde bis 26. Oktober 2015 verlängert. Bis heute haben über 12.500 Besucher die Sonderausstellung gesehen. Sie hat zu einem erheblichen Besucheranstieg in der Erinnerungsstätte geführt.

In fünf Kapiteln werden Fluchthilfeaktivitäten aus der Zeit zwischen 1961 und 1989 gezeigt und in den historisch-politischen Kontext gesetzt. Anhand von Originalobjekten, Fotos und Dokumenten, die zum Teil erstmals zu sehen sind, präsentiert die Ausstellung einzelne Fluchthilfegruppen oder Fluchthelfer, die mit ihren Aktivitäten typisch sind für die jeweilige Phase der Fluchthilfe. So wird ersichtlich, unter welch schwierigen Bedingungen Fluchthilfe überhaupt nur möglich war und wie sie sich im Laufe der Jahre veränderte. „Das Konzept einer multimedialen Präsentation in Verbindung mit einer Objektschau, das für die Ausstellung gewählt wurde, kommt bei den Besuchern sehr gut an. Darüber freuen wir uns sehr“, sagt Dr. Maria Nooke, die Leiterin der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde. Besucher können an Terminals geführte Touren zu den einzelnen Kapiteln der Ausstellung abrufen, Texte, Fotos sowie Interviewausschnitte und Filme studieren und finden gleichzeitig an einer Regalwand die dazugehörigen Ausstellungsstücke der Fluchthelfer beleuchtet. Die Ausstellung wird mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert.

Stark nachgefragt wird auch der theaterpädagogische Workshop für Schulklassen und Jugendgruppen zum Thema Fluchthilfe, den die Erinnerungsstätte begleitend zur Sonderausstellung anbietet. Hier werden Fragen aus der Ausstellung aufgegriffen und vertieft.

Auch die Sonderführungen durch die Ausstellung, die von Gruppen gebucht werden können, erfreuen sich großer Beliebtheit. Öffentliche Kuratorenführungen finden am 8.8., 5.9. und 3.10. jeweils um 15.00 Uhr statt.

Die Sonderausstellung ist jeweils von Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei.

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Pressekontakt
Judith Bilger
Tel.: +49 (0)30 - 75 00 84 00
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