Foto. Flüchtlinge in ihrer Unterkunft im Notaufnahmelager Marienfelde bei der Lektüre der Zeitung, 8. Oktober 1953.
© Landesarchiv Berlin

Dienstag, 12. Mai 2015
Internationaler Museumstag „Museum.Gesellschaft.Zukunft“: Fluchtort Marienfelde gestern und heute

Am 17. Mai 2015 laden die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde und der Internationale Bund, der Betreiber des Übergangswohnheims Marienfelder Allee, Erwachsene und Kinder zu einem bunten Programm anlässlich des Internationalen Museumstags ein. Er steht dieses Jahr unter dem Motto „Museum. Gesellschaft. Zukunft“. In Marienfelde ist durch die Erinnerungsstätte mit ihrem Focus auf die deutsch-deutsche Flüchtlingsproblematik und durch das Übergangswohnheim mit seinen heutigen Flüchtlingen die Verbindung von Museum mit aktuellen gesellschaftlichen Bezügen besonders präsent. Das Gelände war damals ein relevanter Ort von Migration und ist es heute auch. Es ist sowohl Gedenkort als auch ein Ort der Zukunft und des Neubeginns.

14.00 - 16.00 Uhr Vom Weggehen und Ankommen – Geschichten hinter den Exponaten
Flucht damals und heute: In der Erinnerungsstätte und auf dem Gelände des Übergangswohnheims präsentieren Zeitzeugen Lebenszeugnisse und Dokumente, die mit ihrem Schicksal verbunden sind.

14.00 – 18.00 Uhr Sonderausstellung „Nach der Flucht. Leben im Übergangswohnheim Marienfelder Allee“
Im Übergangswohnheim wird die erfolgreiche Sonderausstellung noch einmal gezeigt, die bereits in der Erinnerungsstätte, im Jugendmuseum Schöneberg und in der Stadt- und Landesbibliothek im Bildungsforum Potsdam zu sehen war. Für sie hatten der Internationale Bund und die Erinnerungsstätte im Jahr 2012 den Integrationspreis des Bezirks Tempelhof- Schöneberg erhalten.

14.00 - 18.00 Uhr Comicworkshop
Von der Idee zum Strip: Wie aus einem Erlebnis oder einer kleinen Geschichte ein Comic werden kann, erproben die Comiczeichner Susanne Buddenberg und Thomas Henseler mit Kindern und Jugendlichen.

14.30 -15.30 Uhr Kuratorenführung durch die Sonderausstellung "Risiko Freiheit - Fluchthilfe für DDR-Bürger 1961 - 1989"
Welche Schlupflöcher gab es nach dem Mauerbau, um in den Westen zu flüchten? Wer gab Flüchtlingen Unterstützung und welche Wege fanden die Fluchthelfer? Diese und weitere Fragen werden in der Führung durch die Sonderausstellung aufgegriffen.

15.00 - 17.00 Uhr Lezginka, Raqs, Romske igre...- Mitmachtänze aus aller Welt.
Die Tanzgruppe Regenbogen des Wohnheims lädt Kinder und Eltern ein, Tänze aus verschiedenen Regionen der Welt kennenzulernen. Unter dem Motto „Wir singen wie die Weltstars“ erklingen aktuelle Lieder.

16.00 -17.00 Uhr Lesung mit Inka Bach aus ihrem Roman „Glücksmarie“
Inka Bach erzählt aus der Perspektive des Mädchens Marie den Roman einer Kindheit zwischen Ausbrüchen von Gewalt, Angst, Widerstand und einer geglückten Flucht aus der DDR.

Die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde ist ab 10:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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Pressekontakt
Judith Bilger
Tel.: +49 (0)30 - 75 00 84 00
E-Mail an J. Bilger