Foto. Flüchtlinge in ihrer Unterkunft im Notaufnahmelager Marienfelde bei der Lektüre der Zeitung, 8. Oktober 1953.
© Landesarchiv Berlin

Dienstag, 14. Oktober 2014
Workshop für Schulklassen und Jugendgruppen und Sonderführungen anlässlich der Sonderausstellung „Risiko Freiheit – Fluchthilfe für DDR-Bürger 1961-1989“

Begleitend zur Sonderausstellung „Risiko Freiheit – Fluchthilfe für DDR-Bürger 1961 – 1989“ bietet die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde einen theaterpädagogischen Workshop für Schulklassen und Jugendgruppen an. Auf Grund des großen Interesses an der Sonderausstellung finden außerdem drei Sonderführungen statt.

Workshop für Schulklassen und Jugendgruppen
In dem theaterpädagogischen Workshop entwickeln die Jugendlichen gemeinsam mit der Schauspielerin Sabine Weishaar und dem Regisseur Georg Piller Spielszenen, die auf der Geschichte von Rüdiger von Fritsch beruhen. Er hatte 1974 seinem Cousin und zwei Freunden zur Flucht aus der DDR über Bulgarien in die Türkei verholfen.

Die Bedeutung von Freiheitsrechten, Entscheidungsspielräumen und persönlicher Verantwortung in Konfliktsituationen stehen bei dem Workshop im Mittelpunkt. Wer sind die Fluchthelfer, die trotz der tödlichen Gefahr, die nach dem Mauerbau 1961 bei der Überwindung der geschlossenen Grenzen droht, Menschen zur Flucht verhelfen? Was sind Ihre Motive? Unter welchen politisch-gesellschaftlichen Bedingungen agieren sie? Wie wird ihr Handeln in der Öffentlichkeit beurteilt? Mit Fragen wie diesen setzen sich die Jugendlichen auseinander.

Für die Spielszenen recherchieren die Jugendlichen in der Sonderausstellung, schreiben Moderationstexte und eigene Dialoge und setzen sie szenisch um. So entsteht eine rekonstruierte Fluchthilfeaktion, die in einem selbstproduzierten Fernsehfeature auf DVD zusammengefasst wird.

Der Workshop eignet sich für die Klassenstufen 10 bis 13. Er ist kostenfrei buchbar über die Homepage der Erinnerungsstätte www.notaufnahmelager-berlin.de

Sonderführungen durch die Ausstellung „Risiko Freiheit – Fluchthilfe für DDR-Bürger 1961-1989“
Am 19. Oktober 2014, am 16. November 2014 und am 14. Dezember 2014 bietet die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde jeweils um 15.00 Uhr eine Führung durch die Sonderausstellung „Risiko Freiheit – Fluchthilfe für DDR-Bürger 1961 – 1989“ an. Damit trägt die Gedenkstätte dem großen Interesse an der Ausstellung Rechnung.

Welche Schlupflöcher gab es nach dem Mauerbau, um in den Westen zu flüchten? Wer gab den Flüchtlingen Unterstützung und welche Wege fanden die Fluchthelfer? Diese und weitere Fragen werden bei den Sonderführungen beantwortet.

Die Kosten für die Führung betragen 2,50 Euro pro Person, ermäßigt 1,50 Euro. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Ausstellung wird mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert.

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Pressekontakt
Judith Bilger
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