Foto. Flüchtlinge in ihrer Unterkunft im Notaufnahmelager Marienfelde bei der Lektüre der Zeitung, 8. Oktober 1953.
© Landesarchiv Berlin

Dienstag, 19. Januar 2010
Erfolgreiche Sonderausstellung in Marienfelde: „Mit der S-Bahn in den Westen“ bis Ende März 2010 verlängert

Die erfolgreiche Sonderausstellung „Mit der S-Bahn in den Westen“, in deren Zentrum die historische Bedeutung der Berliner S-Bahn im Kontext von Flucht, Ausreise und Besuchsreisen in der geteilten Stadt steht, wird bis zum 31. März 2010 verlängert. Damit reagiert die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde auf das große Interesse, das die Ausstellung bei den Besuchern erzeugt. Seit Eröffnung der Ausstellung am 27. August 2009 haben über 4.700 Menschen die Gedenkstätte besucht. Die interessante Sonderausstellung hat erheblich dazu beigetragen, dass die Erinnerungsstätte letztes Jahr erstmals seit ihrem Bestehen die 10.000er Besuchermarke innerhalb eines Jahres überschritten hat. Insgesamt waren 2009 rund 10.800 Menschen in die Gedenkstätte gekommen.

„Wir freuen uns sehr über den Erfolg der Sonderausstellung ‚Mit der S-Bahn in den Westen‘, mit der wir ein neues Zielpublikum für unsere Gedenkstätte gewinnen konnten. Die interessante Ausstellungskonzeption der Kuratorinnen Claudia Rücker und Andrea Szatmary sowie die ansprechende Gestaltung durch Jürgen Freter begeistern nach wie vor die Besucher. Mit dieser Ausstellung ist es uns zudem gelungen, das Spektrum der Beschäftigung mit dem Thema Flucht um einen wichtigen Aspekt zu erweitern“, erklärt Bettina Effner, die Leiterin der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde.

Die Erinnerungsstätte wird das Ende der Ausstellung mit einer Finissage am 28. März 2010 einläuten. Um 14:00 Uhr sind die Besucher zu einer außerordentlichen Führung durch die Sonderausstellung eingeladen. Um 15:00 Uhr werden die SchauspielerInnen Saskia Kästner, Frank Roder und Lale Weisshaar unter der Regie von Georg Piller Theaterszenen aufführen, die auf Zeitzeugenberichten, Zeitungsartikeln, Polizeiprotokollen, Dienstanweisungen und anderen historischen Dokumenten beruhen. Die Szenen fangen die Stimmungen und Strömungen der jeweiligen Zeit anschaulich ein. Neben einigen spektakulären Fluchtgeschichten fesseln dabei vor allem die Erinnerungen ehemaliger S-Bahn-Mitarbeiter, die die Entwicklung „ihrer“ S-Bahn in einer Mischung aus Pragmatismus, Empörung und auch Humor reflektieren.

Der Eintritt zur Sonderausstellung „Mit der S-Bahn in den Westen“ sowie zur Dauerausstellung „Flucht im geteilten Deutschland“ mit 900 Exponaten auf mehr als 450 Quadratmetern ist frei. Die Gedenkstätte ist Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Öffentliche Führungen finden mittwochs und sonntags jeweils um 15.00 Uhr statt. Für Gruppen können telefonisch auch andere Termine vereinbart werden. Führungen allein durch die Sonderausstellung werden weiterhin auf Anfrage angeboten.

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Pressekontakt
Judith Bilger
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