Foto. Flüchtlinge in ihrer Unterkunft im Notaufnahmelager Marienfelde bei der Lektüre der Zeitung, 8. Oktober 1953.
© Landesarchiv Berlin

Dienstag, 11. März 2014
Kooperationsvertrag zwischen der Stiftung Berliner Mauer und dem Georg-Mendheim-Oberstufenzentrum

Die Stiftung Berliner Mauer und das Georg-Mendheim-Oberstufenzentrum unterzeichnen am Mittwoch, 12. März um 14.00 Uhr einen Kooperationsvertrag. Ziel ist es, die bisherige Zusammenarbeit zwischen der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde und dem Oberstufenzentrum zu vertiefen und dauerhaft auszubauen. Anlässlich der Vertragsunterzeichnung findet ein Programm mit Zeitzeugengesprächen und Führungen für die Gäste statt.

In Zukunft werden die Schülerinnen und Schüler des Oberstufenzentrums, das drei Standorte und rund 2.000 Lernende zählt, regelmäßig das Bildungsangebot der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde nutzen. Die Bildungspartnerschaft wird verbindlich in das Schulprogramm und die schulinternen Curricula der einzelnen Unterrichtsfächer aufgenommen. Museumspädagogische Angebote wie Ausstellungsführungen, Projektarbeit in Ausstellungen und Sammlungen, Zeitzeugengespräche und Workshops sind zentraler Bestandteil der Kooperation. Ebenso dazu gehören Lehrerfortbildungen und die Unterstützung von Fach- und Projektarbeiten. Die Schülerinnen und Schüler können eigene Projektideen entwickeln und in unterschiedlichen Formaten wie Workshops, Ausstellungen, Kunst- oder Filmprojekten, Apps oder Blogs umsetzen.

Der Direktor der Stiftung Berliner Mauer, Prof. Dr. Axel Klausmeier betont: „Wir freuen uns über die Kooperation, weil sie zeigt, dass außerschulische Lernorte wie die Erinnerungsstätte praxisorientierte Impulse geben und Bildungsebenen bieten können, die den Schulunterricht sinnvoll ergänzen. Gleichzeitig wird das Engagement der Schülerinnen und Schüler die Arbeit der Erinnerungsstätte bereichern.“ Dieter Starke, Schulleiter des Georg-Mendheim-Oberstufenzentrums, erläutert: „Wir haben uns die Stiftung Berliner Mauer als Kooperationspartner ausgesucht, weil das breit gefächerte Bildungsangebot unsere Schülerinnen und Schüler besonders motiviert, sich mit der Geschichte der deutschen Teilung und der deutsch-deutschen Fluchtbewegung am historischen Ort auseinanderzusetzen.“

Die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Notaufnahmelagers in Berlin-Marienfelde, das von 1953 bis 1990 mehr als 1,35 Millionen Menschen auf ihrer Flucht aus der DDR passierten. Heute erinnert am authentischen Ort eine Dauerausstellung an Ursachen, Verlauf und Folgen der deutsch-deutschen Fluchtbewegung.

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