Foto. Flüchtlinge in ihrer Unterkunft im Notaufnahmelager Marienfelde bei der Lektüre der Zeitung, 8. Oktober 1953.
© Landesarchiv Berlin

Montag, 26. August 2013
33. Lange Nacht der Museen: Die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde und der Internationale Bund präsentieren ein vielseitiges Programm

Zum ersten Mal führt die Buslinie 7 der Langen Nacht der Museen direkt zur Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde. Das Museum beteiligt sich in Kooperation mit dem Internationalen Bund (IB) an der 33. Langen Nacht der Museen mit einem spannenden Programm. Jeweils dreimal in der Zeit zwischen 18.00 Uhr und 24.00 Uhr werden zwei unterschiedliche Touren mit Stationen in der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde und dem heutigen IB-Übergangswohnheim für Flüchtlinge und Asylbewerber angeboten. Die Besucher erfahren, was junge MigrantInnen gestern und heute bewegt. Der Schwerpunkt der 33. Langen Nacht der Museen in Berlin, das Verhältnis der Generationen, steht hierbei im Vordergrund.

Jeweils um 19.15 Uhr, 20.45 Uhr und 22.15 Uhr startet die 1-stündige Tour 1:
Abschied Neugier Ungewissheit – Junge Migranten damals und heute.

Bis zum Mauerbau 1961 waren fast 50 Prozent aller DDR-Flüchtlinge jünger als 25 Jahre – einem von ihnen begegnen die Besucher an der ersten Station der Führung. Der Zeitzeuge Albrecht Roos erinnert sich an seine Flucht durch den Stacheldraht im September 1961 und an seine Zeit im Notaufnahmelager. Aus erster Hand erfahren die Besucher an der nächsten Station von Harry Heyer, der damals selbst ausgeflogen wurde, was es mit der Kinderluftbrücke der 1950er Jahre auf sich hatte. Am Ende des Rundgangs berichten junge BewohnerInnen des vom Internationalen Bund betriebenen Flüchtlingsübergangswohnheims von ihren Erfahrungen heute.

Jeweils um 19:30 Uhr, 21:00 Uhr und 22:30 Uhr beginnt die 1-stündige Tour 2:
Jung sein, Flüchtling sein: eine Recherche vor und hinter den Kulissen.

Zusammen mit Schauspielerinnen, die Berichte von und über Flüchtlinge aufgreifen, dem Sammlungsleiter der Stiftung Berliner Mauer und einer Sozialarbeiterin des Internationalen Bundes begeben sich die Besucher mit dieser Führung auf eine Spurensuche: Was bedeutet Flüchtling sein für die Jüngeren, wie wirkt es auf das Verhältnis der Generationen? Eine rekonstruierte Flüchtlingswohnung in der Erinnerungsstätte, das Museumsdepot und eine Wohnung für Flüchtlinge auf dem Gelände des heutigen Übergangswohnheims sind die Schauplätze der Begegnungen.

Für ein vielfältiges Speisen- und Getränkeangebot sorgt die Graefewirtschaft e. V. – Die Weltküche im ehemaligen Speisesaal auf dem Gelände des IB-Übergangswohnheims für Flüchtlinge und Asylbewerber.

Die Tickets (18 €/ermäßigt 12 €, Kinder bis 12 Jahre frei) sind unter www.museumsportal-berlin.de, in den beteiligten Museen, in den Fahrschein-Verkaufsstellen und an den Fahrscheinautomaten der S-Bahn Berlin GmbH, bei der BVG sowie an den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Das Kombiticket gilt in allen beteiligten Häusern, für die Benutzung der Shuttle-Busse sowie der öffentlichen Verkehrsmittel (Tarifbereich Berlin ABC)

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Pressekontakt
Judith Bilger
Tel.: +49 (0)30 - 75 00 84 00
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