Foto. Flüchtlinge in ihrer Unterkunft im Notaufnahmelager Marienfelde bei der Lektüre der Zeitung, 8. Oktober 1953.
© Landesarchiv Berlin

Mittwoch, 10. Juli 2013
Forschungsprojekt der Stiftung Berliner Mauer startet

Die Stiftung Berliner Mauer startet im Juli das Forschungsprojekt „Im Westen angekommen? Die Integration von DDR-Zuwanderern als historischer Prozess“, dessen Basis der umfangreiche Bestand der Stiftung an Zeitzeugeninterviews ist. Kooperationspartner des Projektes ist die Justus-Liebig-Universität Gießen. Das Vorhaben wird mit einer Gesamtsumme von 526.800 Euro von der VolkswagenStiftung im Rahmen ihrer Initiative „Forschung in Museen“ gefördert. Die Leiterin der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde, Bettina Effner, übernimmt eines der drei Einzelforschungsprojekte, die mit dem Vorhaben verbunden sind, und wird dafür zu 70 Prozent von ihrer Tätigkeit freigestellt. Die Leitung der Erinnerungsstätte übernimmt während dieser Zeit Dr. Maria Nooke, die stellvertretende Direktorin der Stiftung Berliner Mauer.

Zwei der drei Einzelforschungsprojekte sind an die Stiftung Berliner Mauer angebunden. Die Historikerin Dr. Andrea Genest untersucht die Integrationsverläufe in West-Berlin im Zeitraum der 1950er und 1960er Jahre. Bettina Effner widmet sich in ihrer Forschungsarbeit der Integration von DDR-Zuwanderern in West-Berlin in den 1970/80er Jahren. Nach dem Mauerbau war die Zahl der DDR-Zuwanderer zwar erheblich zurückgegangen. Aber von den DDR-Bürgern, denen die Flucht dennoch gelang, wollten vergleichsweise viele in West-Berlin bleiben, obwohl die Bedingungen auf dem hiesigen Arbeits- und Wohnungsmarkt eher schwierig waren. Das dritte Teilprojekt, das an der Universität Gießen angesiedelt ist, erforscht die Integration von DDR-Zuwanderern in Hessen 1949 bis 1989, so dass durch das Gesamtvorhaben vergleichende Perspektiven eröffnet werden.

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