Foto. Flüchtlinge in ihrer Unterkunft im Notaufnahmelager Marienfelde bei der Lektüre der Zeitung, 8. Oktober 1953.
© Landesarchiv Berlin

Freitag, 5. April 2013
VolkswagenStiftung unterstützt Forschungsprojekt der Stiftung Berliner Mauer

Die VolkswagenStiftung unterstützt mit insgesamt 526.800 Euro ein neues Forschungsprojekt der Stiftung Berliner Mauer in Kooperation mit der Justus-Liebig-Universität Gießen. Das Projekt „Im Westen angekommen? Die Integration von DDR-Zuwanderern als historischer Prozess“, das sich über drei Jahre erstreckt, beinhaltet die wissenschaftliche Auswertung von Zeitzeugeninterviews der Stiftung Berliner Mauer. Die Ergebnisse werden in Form von Publikationen, einem Workshop und einer wissenschaftlichen Tagung zugänglich gemacht. Zudem wird ein Ausstellungskonzept für die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde erarbeitet.

Das Forschungsprojekt beschäftigt sich mit den vielfältigen Problemen und Herausforderungen, um die es in dem langjährigen und langwierigen Prozess der Eingliederung in die Gesellschaft der Bundesrepublik ging. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Frage nach Kontinuität und Wandel der Integrationserwartungen in den Jahren von 1949 bis 1989 unter besonderer Berücksichtigung geschlechts-, familien- und generationenspezifischer Erfahrungen. Basis dafür sind 162 lebensgeschichtliche Interviews mit Zeitzeugen aus dem Archiv der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde und der Gedenkstätte Berliner Mauer.

Die Forschungsergebnisse werden in Form von wissenschaftlichen Publikationen, einem Workshop und einer Tagung zu Fragen der Integrationsforschung veröffentlicht und diskutiert. Die Ergebnisse des Workshops und der Tagung werden zudem in einem Sammelband publiziert. Im Rahmen des Forschungsprojekts wird auch ein Konzept für die museale Präsentation in der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde erarbeitet.

Die Förderung der VolkswagenStiftung erfolgt im Rahmen ihrer Initiative „Forschung in Museen“. Das Forschungsprojekt beinhaltet drei Themenschwerpunkte. Es werden drei einzelne Forschungsvorhaben unterstützt: „Integrationsverläufe der 1950/60er Jahre in West-Berlin“ (Post-Doc-Projekt), „Die Integration von DDR-Zuwanderern in West-Berlin in den 1970/80er Jahren“ (Dissertationsprojekt) sowie „Die Integration von DDR-Zuwanderern in Hessen 1949 bis 1989“ (Dissertationsprojekt). Betreut werden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von Prof. Dr. Dirk van Laak, Professur für Zeitgeschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen.

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Pressekontakt
Judith Bilger
Tel.: +49 (0)30 - 75 00 84 00
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