Foto. Flüchtlinge in ihrer Unterkunft im Notaufnahmelager Marienfelde bei der Lektüre der Zeitung, 8. Oktober 1953.
© Landesarchiv Berlin

Mittwoch, 13. März 2013
"Freigekauft – Wege aus der DDR Haft" - Sonderausstellung zum Thema Freikauf wird verlängert und anschließend Wanderausstellung

Die Sonderausstellung „Freigekauft – Wege aus der DDR-Haft“ wird auf Grund des großen Erfolgs und anlässlich des Jubiläums „60 Jahre Notaufnahmelager Marienfelde“ bis zum 14. April 2013 verlängert. Anschließend wird sie als Wanderausstellung unter der Obhut der Außenstelle der BStU Chemnitz in Zusammenarbeit mit dem Kulturzentrum DAStietz vom 7. Mai bis 31. Mai 2013 in Chemnitz zu sehen sein.

Seit der Eröffnung der Sonderausstellung am 7. August 2012 haben schon über 7.000 Besucher die Schau „Freigekauft – Wege aus der DDR-Haft“ gesehen. Nun wird sie auf Grund des regen Interesses und anlässlich des Jubiläums „60 Jahre Notaufnahmelager Marienfelde“ bis zum 14. April 2013 verlängert. „Wir freuen uns sehr darüber, dass die Ausstellung beim Publikum so gut ankommt. Mit ihr haben wir Neuland beschritten, indem wir uns eines Themas angenommen haben, das vorher noch nicht ausführlich in einem Museum behandelt worden war“, erläutert Bettina Effner, die Leiterin der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde. Unter den Besuchern finden sich immer wieder Menschen, die selbst freigekauft wurden und es sehr schätzen, dass diesem wichtigen Kapitel deutsch-deutscher Geschichte in einem Museum Beachtung geschenkt wird.

Vom 7. Mai bis 31. Mai 2013 wird die Sonderausstellung dann im Kulturzentrum DAStietz in Chemnitz zu sehen sein.

Die Sonderausstellung „Freigekauft – Wege aus der DDR-Haft“, die mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert wurde, stellt Filminterviews mit freigekauften Häftlingen in den Mittelpunkt. Es werden nicht nur die unmenschlichen Haftbedingungen und der Freikauf thematisiert, sondern auch die Ankunftsbedingungen im Westen und der Aufbruch in ein neues Leben. Ein zweiter Teil der Ausstellung stellt wichtige politische Akteure wie Ludwig A. Rehlinger und die beiden Anwälten Wolfgang Vogel auf DDR-Seite und Jürgen Stange auf westdeutscher Seite in den Mittelpunkt.

Öffnungszeiten Di–So 10.00–18.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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Pressekontakt
Judith Bilger
Tel.: +49 (0)30 - 75 00 84 00
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