Foto. Besucher bei der Eröffnung der Ausstellung 'Flüchtlingskinder malen' am 29. August 1953
© Landesarchiv Berlin - Willy Kiel

5. Station: Polizeiliche Anmeldung

Nach Festlegung des (temporären) Wohnorts durch den Fürsorgerischen Dienst folgte die polizeiliche Anmeldung im zuständigen Bezirk. Die Anmeldung stellte sicher, dass alle Antragsteller erfasst wurden – gleichgültig, ob ihre Anträge letztlich positiv oder negativ beschieden wurden und unabhängig davon, ob sie im Notaufnahmelager Marienfelde oder an einem anderen Ort untergebracht waren Auf diese Weise wollten die Behörden einen unkontrollierten Zustrom von Menschen aus der DDR wie Anfang der 1950er Jahre unterbinden, als die Flüchtlinge erst nach ihrer Anerkennung polizeilich gemeldet wurden.

Zudem überprüfte die Polizei anhand von Unterlagen der DDR, ob sich Gesuchte oder Vorbestrafte unter den Ankommenden befanden. Wer unbelastet war, erhielt einen vorläufigen Personalausweis, der die derzeitige Unterkunft als Adresse verzeichnete. Bei Umzügen innerhalb Berlins mussten die Flüchtlinge sich ummelden und sich vor dem Abflug ins Bundesgebiet polizeilich abmelden.

Nächste Station: Vorprüfung A