Foto. Besucher bei der Eröffnung der Ausstellung 'Flüchtlingskinder malen' am 29. August 1953
© Landesarchiv Berlin - Willy Kiel

10. Station: Bundesnotaufnahmeausschuss

Die wichtigste Station im Verfahren war die Anhörung vor dem dreiköpfigen Bundesnotaufnahmeausschuss. Die Mitglieder des Ausschusses wurden von den größten damals im Bundestag vertretenen Parteien, CDU, SPD und FDP, bestellt.

Dem Gremium lagen sämtliche während des Verfahrens gesammelten Informationen über den Flüchtling vor – manchmal zusätzlich Leumundszeugnisse, die der Antragssteller selbst beibrachte. Auf Grundlage dieser Auskünfte und einer intensiven Befragung des Antragsstellers entschieden die Ausschussmitglieder, ob sie dem Aufnahmeantrag stattgeben.

1986 wurden die Aufnahmeausschüsse abgeschafft; die Anerkennung erfolgte fortan durch einen Beamten des Bundes.

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